Thomas Oppermann zu Gast am MPS

Zusammen mit Oberbürgermeister Köhler und Landrat Reuter informierte sich der Vize-Präsident des Deutschen Bundestages über aktuelle Weltraumprojekte.

26. Juli 2018

Um die Reise zur Gluthitze der Sonne und eine abenteuerliche Landung im roten Sand des Mars ging es heute beim Besuch von Thomas Oppermann, Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Göttingen und Vize-Präsident des Deutschen Bundestages, Landrat Bernhard Reuter und Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS). Die MPS-Direktoren Prof. Dr. Ulrich Christensen und Prof. Dr. Sami K. Solanki nutzen die sommerliche Stippvisite, um ihren Gästen von aktuellen und künftigen Weltraummissionen des Instituts zu berichten.

Gemeinsamen blicken Prof. Dr. Ulrich Christensen (Direktor am MPS), Prof. Dr. Sami K. Solanki (Direktor am MPS), Bundestagsabgeordneter Thomas Oppermann, Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler und Landrat Bernhard Reuter (von links) auf das Weltrauminstrument PHI, das gerade im Reinraum des MPS entsteht.                                                       

So konnten die Besucher etwa einen Blick auf das Weltraumteleskop PHI werfen, das derzeit in den Reinräumen des MPS getestet wird. Ein baugleicher Zwilling soll 2020 an Bord der ESA-Raumsonde Solar Orbiter ins Weltall starten, um nach mehrjährigem Flug zur Sonne der Hitze unseres Zentralgestirns aus einem Abstand von weniger als einem Drittel der Entfernung zwischen Erde und Sonne zu trotzen. Während ein erstes Exemplar des Teleskops bereits vollendet ist und an die ESA übergeben wurde, prüfen die MPS-Ingenieure und -Wissenschaftler derzeit die sogenannte Flugersatzeinheit, die während der Mission als Referenz am Institut verbleibt.  

Deutlich früher als Solar Orbiter erreicht die NASA-Raumsonde InSight ihr Ziel. Ende November dieses Jahres soll die Landeeinheit auf dem Mars aufsetzten. Zur wissenschaftlichen Ausrüstung gehört ein Seismometer, das erstmals die Beben auf dem Mars vermessen wird und das zum Teil am MPS entwickelt wurde. Am Modell konnten die Gäste mitverfolgen, wie sich das Seismometer nach dem ersten Kontakt mit der unebenen Marsoberfläche exakt waagerecht ausrichtet – eine unabdingbare Voraussetzung für präzise seismologische Messungen.

Zur Redakteursansicht