MPS wird neuer Partner von AstroMundus

Das Göttinger Max-Planck-Institut ist Teil des europäischen Masterstudiengangs in Astronomie und Astrophysik.

10. Dezember 2015

Seit dem aktuellen Wintersemester 2015/2016 ist das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) in Göttingen assoziierter Partner des Masterstudiengangs „AstroMundus“ der Europäischen Union (EU). Studierenden aus aller Welt bietet das Programm nicht nur die Möglichkeit, sich auf Astronomie und Astrophysik zu spezialisieren, sondern dabei auch verschiedene Standorte europäischer Spitzenforschung kennenzulernen. Neben fünf beteiligten Universitäten, zu denen neben der koordinierenden Universität Innsbruck auch die Georg-August-Universität Göttingen gehört, sind mit dem MPS nun insgesamt vier außeruniversitäre Forschungseinrichtungen Teil des AstroMundus-Netzwerkes.

Bei einer Führung durch das MPS boten Prof. Dr. Laurent Gizon, Direktor des MPS und Professor für Astrophysik an der Universität Göttingen, (sechste Person von links) und MPS-AstroMundus-Koordinatorin Dr. Sonja Schuh (achte Person von links) einigen der Neuankömmlingen einen ersten Einblick in die Forschungsthemen des Instituts.

Anders als die Universität Göttingen, die zu den Gründungseinrichtungen von AstroMundus gehört, ist das MPS ein neuer Partner im Verbund. „Seit dem Umzug des Instituts von Katlenburg-Lindau in die Universitätsstadt Göttingen kann das MPS deutlich intensiver und effektiver an der Ausbildung von Studenten mitwirken“, erklärt Prof. Dr. Laurent Gizon, Direktor am MPS und ordentlicher Professor am Institut für Astrophysik der Universität Göttingen. „AstroMundus ist dafür ein ausgezeichneter Baustein“, fügt er hinzu. Studierende aus aller Welt  erhalten so die Möglichkeit, in Vorlesungen und Seminaren die Forschungsthemen des Instituts kennenzulernen. Auch ihre Masterarbeit können die Nachwuchsforscherinnen und -forscher am MPS anfertigen.

„AstroMundus ist ein ganz besonderes Masterprogramm“, so Dr. Sonja Schuh, AstroMundus-Koordinatorin am MPS. „Es fordert von den ausgewählten Studierenden ein hohes Maß an Selbständigkeit, Flexibilität und nicht zuletzt Reisefreudigkeit. Gleichzeitig erhalten sie wertvolle Einblicke in verschiedene Forschungsstandorte und profitieren so von einem großen Lehrangebot.“

Während alle Teilnehmer die ersten beiden Semester an den Universitäten Innsbruck oder Rom verbringen, können die Studierenden ihren weiteren Weg selber wählen. Dieser führt sie im Laufe des zweijährigen Studiengangs zu mindestens zwei und höchstens vier der AstroMundus-Standorte Innsbruck, Göttingen, Belgrad, Padua und Rom.

„Wegen seiner lebendigen Forschungslandschaft ist Göttingen unter den Studierenden dabei ein ausgesprochen beliebter Standort“, so Schuh. Acht junge Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler sind im Rahmen des Projektes in diesem Semester nach Göttingen gekommen.

Die EU fördert unter dem Dach des Bildungsprogramms Erasmus+ insgesamt 130 Masterstudiengänge. Diese umfassen unterschiedlichste Bereiche von den Gesellschaftswissenschaften über Wirtschaft und Jura bis hin zu den Naturwissenschaften. Der Studiengang in Astronomie und Astrophysik trägt den vollen Namen Erasmus Mundus Joint Master Degree Programme in Astronomy & Astrophysics und besteht seit sechs Jahren. Insgesamt 55 Studierende haben auf diesem Wege ihren Masterabschluss bereits erreicht.

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