Visum

Brauche ich ein Visum für die Einreise nach Deutschland?

Für die Einreise nach Deutschland ist in vielen Fällen ein Visum erforderlich. Diese erhalten Sie bei der deutschen Botschaft oder dem Generalkonsulat in Ihrem Land. Für das Bewerbungsverfahren benötigen Sie etwa zwei bis drei Monate. Visa für Familienmitglieder, die mit Ihnen reisen, sollten gleichzeitig beantragt werden. 
Die Adressen der zuständigen deutschen Konsulate mit Angaben zur Visumpflicht für Ihr Land und weiteren Informationen zur Visumpflicht finden Sie auf der Website des Auswärtigen Amtes unter:

Auswärtiges Amt: Auslandsvertretung

Für wen entfällt die Visumspflicht?

Wenn Sie zu folgenden Gruppen gehören, brauchen Sie kein Visum für die Einreise nach Deutschland:

  • Gruppe A: Staatsbürger aus Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU), der Schweiz, Island, Norwegen, Liechtenstein.
    • Gruppe B: Staatsangehörige aus Australien, Israel, Japan, Kanada, Neuseeland, Republik Korea und den USA. Bitte beachten Sie, wenn Sie Staatsangehöriger der Gruppe B sind, benötigen Sie für den Aufenthalt in Deutschland vor Stellenantritt einen Aufenthaltstitel. Siehe: Behörden

    Generell berechtigt ein Visum in allen Fällen lediglich zur Einreise und zu einem Aufenthalt von 90 Tagen. Planen Sie einen längeren Aufenthalt, müssen Sie bald nach Ankunft eine Aufenthaltserlaubnis beantragen. Siehe: Behörden

    Welche Visaformen gibt es?

    Abhängig von der Länge Ihres Aufenthaltes in Deutschland gibt es verschiedene Visaformen:

    • Nationales Visum: Dieses Visum ist gültig für einen Aufenthalt von mehr als drei Monaten. Nach der Einreise beantragen Sie bei der lokalen Ausländerbehörde mit Ihrem Visum eine Aufenthaltserlaubnis, da das nationale Visum in der Regel zunächst nur für drei Monate ausgestellt ist.
        • Schengen-Visum: Das Schengen-Visum gilt nur für Aufenthalte bis zu drei Monaten und kann nicht verlängert werden. Mit dem Schengen-Visum kann zudem keine Aufenthaltserlaubnis beantragt werden. Deshalb ist das Schengen-Visum eher für Touristen zu empfehlen und nicht für Studenten und Wissenschaftler, die länger im Land bleiben.
          • Forschervisum nach § 20: Speziell für Forscher besteht seit 2007 das „Forschervisum“ (nach § 20 Aufenthaltsgesetz). Nur speziell zugelassene Forschungseinrichtungen und Universitäten dürfen an diesem Verfahren teilnehmen. Vor allem für Forschende, die Ihre Familie mitbringen, kann das Forschervisum Vorteile bringen, indem es die Einreise, den Aufenthalt sowie die Mobilität innerhalb der EU erleichtert. Mitreisende Ehepartner erhalten leichter eine Arbeitserlaubnis. Siehe Übersicht "Aufenthaltstitel".

          Für die Nutzung des „Forschervisums“ gelten allerdings bestimmte Voraussetzungen: So muss das Gehalt eine gewisse Mindesthöhe betragen und eine Aufnahmevereinbarung zwischen dem gastgebenden Institut und Ihnen geschlossen werden. Falls Sie unter die gesetzlichen Voraussetzungen des § 20 fallen, erhalten Sie von Ihrem Institut direkt die Aufnahmevereinbarung zugesandt, mit der Sie anschließend bei dem deutschen Konsulat, das für Sie zuständig ist, das Visum für Forscher beantragen können.

          Bitte beachten Sie, dass Sie keine Arbeit am Max-Planck-Institut aufnehmen dürfen, wenn Sie keine Aufenthaltserlaubnisse oder ein nationales Visum mit einem Vermerk zur Arbeitserlaubnis haben. Daher sollten Sie sich vor Stellenantritt genügend Zeit nehmen, um Ihre Aufenthaltserlaubnis in Deutschland zu beantragen.

          Die Aufenthaltserlaubnis ist ein befristeter Aufenthaltstitel gemäß des Aufenthaltszweckens. Die Aufenthaltserlaubnis wird unter berücksichtigung des Aufenthaltszwecks befriestet ausgetellt und kann verlängert - aber auch verkürzt werden. Die Aufenthaltstitel werden erteilt zum Zweck der Erwerbstätigkeit nach §§ 18 - 20 AufenthG. Siehe Übersicht "Aufenthaltstitel".

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