ISON-Beobachtungen am MPS

Der Komet ISON flog am 28. November 2014 in einem Abstand von nur 1,8 Millionen Killometern an der Sonne vorbei. In den Wochen davor und danach richteten Forscher weltweit im Rahmen einer internationalen Beobachtungskampagne ihre Teleskope auf den seltenen Besucher. Auch das MPS war maßgeblich an dieser Kampagne beteiligt.

Der Komet ISON hatte am Donnerstagabend zum Zeitpunkt seiner größten Sonnenannäherung noch einen aktiven Kern, der Gas und Staub spuckte. Etwa zwei Stunden nach der Perihelpassage fanden sich jedoch keine Anzeichen mehr für eine Produktion. Zu dieser Einschätzung kommen MPS-Wissenschaftler.

Geflügelter Komet

Ein oder mehrere Brocken könnten sich in den vergangenen Tagen vom Kern des Kometen ISON abgespalten haben. Darauf deuten zwei flügelartige Strukturen in der Gasumgebung des Kometen hin, die ein Team von Wissenschaftlern des MPS und des Wendelstein-Observatoriums der Ludwig-Maximilians-Universität München fotografiert hat.
ISON nähert sich der Sonne. Eine internationale Beobachtungskampagne, die sowohl auf erdgebundene Teleskope, als auch auf Raumsonden und Weltraumteleskope setzt, ist längst angelaufen und liefert bereits erste Erkenntnisse. Eingebunden in die wissenschaftlichen Aktivitäten ist auch das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Katlenburg-Lindau.
Komet ISON rast Ende November dieses Jahres in einem Abstand von 1,8 Millionen Kilometern an der Sonne vorbei. Wahrscheinlich wird er außergewöhnlich hell leuchten - und somit ein dankbares Beobachtungsobjekt sein für eine weltweite Forschungskampagne, die derzeit anläuft. Auch Wissenschaftler des MPS richten jetzt ihren Blick auf ISON.
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