Kometenforschung am MPS

Kometen und Asteroiden sind Überbleibsel aus einer Zeit, als es die großen Planeten noch nicht gab, und ihre Erforschung liefert Hinweise, wie sich das Sonnensystem vor ca. 4,5 Milliarden Jahren gebildet hat. Wir beobachten diese Objekte mit Teleskopen von der Erde aus und mit Kameras und Spektroskopen vom Weltraum aus, um ihre physikalischen Eigenschaften und ihre chemische Zusammensetzung zu bestimmen.
Kometen sind geforene Überreste aus einer Zeit, aus der wir keine direkten Beobachtungen haben. Der Kuipergürtel und die Ooertwolke beherbergen eine große Anzahl von Kometen bei sehr kalten Temperaturen. In diesen Reservoirs bewahren Kometen Eis und Teilchen, die während der Entstehung des Sonnensystems gebildet wurden, und setzen sie auf spektakuläre Art und Weise frei, wenn sie sich der Sonne nähern. Wir untersuchen Kometen in allen Entwicklungsstadien, um mehr über die Entstehung von Planetensystemen zu erfahren.
Rosetta ist eine Mission der ESA, die den Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko detailliert untersuchen wird. Rosetta bestehet aus einem Orbiter und der Landeeinheit Philae. Nach einer 10-jährigen Flugphase wird Rosetta den Kometen 2014 erreichen, auf seinem Weg in Richtung Sonne begleiten und wissenschaftliche Messungen durchführen. Die Landeeinheit Philae soll im November 2014 auf der Oberfläche des Kometen aufsetzen. Das MPS ist meheren Instrumenten an der Mission beteiligt.
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