Erste OSIRIS-Bilder vom Erdvorbeiflug von Rosetta

Auf ihrer 10-jährigen Reise zum Kometen Churyumov-Gerasimenko fliegt ESA’s Raumsonde Rosetta insgesamt dreimal an der Erde, einmal am Mars, sowie an zwei Asteroiden vorbei. Nach dem erfolgreichen Mars-Vorbeiflug im Feb. 2007 stand am Abend des 13. Nov. der zweite Erdvorbeiflug an. Die beiden wissenschaftlichen Kameras OSIRIS auf Rosetta, die von einem europäischen Konsortium unter Leitung des MPS gebaut wurden, beobachteten die Erde während des Vorbeiflugs. Abb. 1 - 3 zeigen erste Bilder.

15. November 2007
Komposit aus vier mit der WAC aufgenommenen Bildern das sowohl die beleuchteten Städte auf der Nordhalbkugel der Erde als auch die von der Sonne beleuchtete Sichel in der Antarktis zeigt.
Dieses Bild der Weitwinkelkamera wurde um 19:05 aufgenommen. Rosetta war etwa 75000 km von der Erde entfernt. Das Bild zeigt eine schmale von der Sonne beleuchtete Sichel in der Antarktis. Es ist ein Pseudo-Farbbild, hergestellt aus Aufnahmen des OI-Filters (630 nm Wellenlänge, 20 ms Belichtungszeit) und des CN-Filters (388 nm Wellenlänge, 38 ms Belichtungszeit).
Mit der OSIRIS Weitwinkelkamera (WAC) um 18:45, etwa zwei Stunden vor der größten Erdannäherung, aufgenommenes Bild der Nachtseite der Erde. Rosetta war etwa 80000 km von der Erde entfernt über dem Indischen Ozean kurz nach lokaler Mitternacht (der Phasenwinkel Erde-Rosetta-Sonne war ca. 160°. Die helle Beleuchtung vieler Großstädte ist zu sehen. Die Positionen einiger Städte, Länder und Institutionen sind im Bild angezeigt.
Aufnahme des Mondes im Rotfilter (750nm) der OSIRIS Telekamera (Narrow Angle Camera). Ein Graufilter war notwendig, um auch 9 Stunden nach dem Rosetta Erd-Vorbeiflug die Empfindlichkeit der Kamera noch um einen Faktor 50 zu reduzieren, da die Kamera für lichtschwache Beobachtungen am Kometen ausgelegt wurde.
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