OSIRIS Kameras nehmen spektakuläre Bilder vom Mars auf

In der Nacht vom 24. zum 25. Februar flog ESAs Rosetta Mission auf ihrem Weg zum Kometen Churyumov-Gerasimenko am Mars vorbei. Rosetta benutzte die Anziehung des roten Planeten, um für den weiteren Flug Schwung zu holen. Das Kamerasystem OSIRIS, das unter Leitung des MPS gebaut wurde, nahm dabei spektakuläre Bilder des roten Planeten auf.

26. Februar 2007

Neben schönen Bildern werden von dem Vorbeiflug auch neue für die Marsforschung interessante Ergebnisse erwartet. Wissenschaftler des OSIRIS-Teams unter der Leitung von Horst Uwe Keller (MPS) arbeiten an der Datenauswertung. Die beiden Bilder wurden am 24. Februar um 19:28 mitteleuropäischer Zeit aus einer Entfernung von etwa 240.000 km aufgenommen. Die Auflösung liegt bei 5 km. Rosetta näherte sich der Oberfläche des Mars bis auf 250 km. Allerdings mussten alle Instrumente des Orbiters während des Vorbeiflugs für mehrere Stunden ausgeschaltet werden.

Falschfarbenkomposit aus Bildern der OSIRIS-Telekamera, zusammengesetzt aus Aufnahmen im nahen Infrarot, im grünen und im nahen ultravioletten Spektralbereich. Die verwaschen erscheinenden, besonders gut am Rand zu sehenden bläulichen Strukturen sind Wolken.
Kontrastverstärkte Aufnahme eines Wolkensystems über dem Rand der Marsscheibe
Der Rosetta Lander "Philae" und die Teilnehmer der OSIRIS Datenanalyse (v.l.n.r):
Rainer Kramm, Sonia Fornasier, Michael Küppers, Alice della Stella, Olivier Groussin, Ivano Bertini, Giampiero Naletto, Luisa Lara, Vania da Deppo, Horst Uwe Keller und Stubbe Hviid
Es fehlen: Nick Thomas, Miriam Rengel und Holger Sierks
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