Publikationen

Ehemalige Direktoren

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Prof. Dr. Vytenis M. Vasyliunas
Direktor 1977-2007
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Dr. Helmut Rosenbauer
Direktor 1977-2004
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Prof. Dr. Tor Hagfors
Direktor 1992-1998
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Prof. Dr. William Ian Axford, Sir
Direktor 1974-2001
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Prof. Dr. Georg Pfotzer
Direktor 1965-1977
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Prof. Dr. Alfred Ehmert
Direktor 1965-1971
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Prof. Dr. Walter Dieminger
Direktor 1955-1975
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Prof. Dr. Julius Bartels
Direktor 1955-1964
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Prof. Dr. Erich Regener
Direktor des Max-Planck-Instituts für Physik der Stratosphäre, 1952-1955

Geschichte

Von der Atmosphären- zur Weltraumforschung  

Das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück  - mit mehreren Umsiedlungen, Namensänderungen und strukturellen Veränderungen. Der erste Vorläufer des heutigen Instituts wurde 1934 in Mecklenburg gegründet; 1946 siedelte es nach Katlenburg-Lindau um. Auch der Forschungsgegenstand hat sich im Laufe der Jahre gewandelt – und sozusagen von der Erde weg in den Weltraum verlagert. Standen in den ersten Jahrzehnten die Stratosphäre und Ionosphäre der Erde im Mittelpunkt des Interesses, beschäftigt sich das Institut seit 1997 ausschließlich mit Planeten- und Sonnenphysik. Im Januar 2014 bezog das Max-Planck-Institut seine neue Heimat, einen Neubau in Göttingen, der sich in der Nähe des Nordcampus der Universität Göttingen befindet.

Walter Dieminger gründete 1934 die Ionosphären-Beobachtungsstation bei der Erprobungsstelle der Luftwaffe in Rechlin (Mecklenburg). Nach zwei Umsiedlungen und Namensänderungen kam die Arbeitsgruppe um Dieminger im März 1946 nach Lindau und wurde als Fraunhofer-Institut in die damalige Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft eingegliedert. Nach Gründung der Max-Planck-Gesellschaft im Februar 1948 erhielt das Institut den Namen Max-Planck-Institut für Ionosphärenforschung. Im Jahr 1954 wurde der Grundstein für die ersten neuen Institutsgebäude gelegt.

Erich Regener zeigte schon während seiner Zeit an der TH Stuttgart (bis Ende 1937) großes Interesse an der Zusammensetzung und Physik der Stratosphäre. Im Jahr 1938 wurde seine neu gegründete „Forschungsstelle für Physik der Stratosphäre“ in Friedrichshafen am Bodensee ein Mitglied der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft. Zehn Jahre später – nach dem Umzug nach Weißenau bei Ravensburg 1944 – übernahm die Max-Planck-Gesellschaft das Institut. Es erhielt schließlich 1952 den Namen Max-Planck-Institut für Physik der Stratosphäre. Nach dem Tod von Erich Regener im Jahr 1955 wurde das Institut unter der neuen Leitung von Julius Bartels nach Katlenburg-Lindau verlegt.

Von 1968 bis 2014 war dies der Standort des Instituts in Katlenburg-Lindau. Bild vergrößern
Von 1968 bis 2014 war dies der Standort des Instituts in Katlenburg-Lindau.

Bei weiterhin getrennter wissenschaftlicher Leitung erhielten die beiden Teilinstitute 1957 den gemeinsamen Namen Max-Planck-Institut für Aeronomie. Im Jahr 1968 wurde der Neubau am Hopfenberg bezogen. Die endgültige Vereinigung unter einer wissenschaftlichen Leitung durch die beiden Direktoren Sir Ian Axford und Georg Pfotzer erfolgte jedoch erst 1975. Weitere Direktoren waren Tor Hagfors, Helmut Rosenbauer und Vytenis Vasyliunas.

Ab 1997 konzentrieren sich die wissenschaftlichen Arbeiten – einem Senatsbeschluss der MPG folgend – auf die Fachgebiete Sonnen- und Planetenphysik. Seit dem 1. Juli 2004 trägt das Institut den Namen Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung.

Ein Blick auf die Baustelle in Göttingen im August 2013. Bild vergrößern
Ein Blick auf die Baustelle in Göttingen im August 2013.

2010 öffnete sich ein neues Kapitel für das Institut: Ein erneuter Standortwechsel wurde beschlossen. Am Nordcampus der Universität in Göttingen sollte in den nächsten Jahren die neue Heimat des Instituts entstehen. Bereits im August 2011 konnte der erste Spatenstich, im Dezember 2012 das Richtfest gefeiert werden. Anfang 2014 zog das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung nach Göttingen um.

 
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