MPS-Beiträge zu Sunrise

Das MPS ist das federführende Institut und ko­or­diniert die Ar­beiten des inter­nationalen Teams in­ner­halb des SUNRISE-Projekts. Das MPS steuert wichtige Hardware bei, wie das Teleskop und große Teile der Instrument-Plattform (PFI): das Gerüst, das System zur Lichtverteilung und Bild­stabilisierung (ISLiD) und den Filter­graph (SuFI). Das MPS ist außer­dem ver­ant­wort­lich für die Kon­troll­einheit (Zen­tral­computer, ICU) und die Da­ten­speicher­systeme.

Weitere Informationen

Partner

Beteiligte Wissenschaftler am MPS

Sami K. Solanki (PI)
Peter Barthol
Hans-Peter Dörr
Alex Feller
Achim Gandorfer
Laurent Gizon
Johann Hirzberger
Tino Riethmüller
Michiel van Noort

Beteiligte Ingenieure und Techniker am MPS

Melani Bergmann
Werner Deutsch
Dietmar Germerott
Bianca Grauf
Klaus Heerlein
Jan Heinrichs
Dennis Hirche
Martin Kolleck
Reinhard Meller
Markus Monecke
Reinhard Müller
Helga Oberländer
Jan Staub
Georg Tomasch

Header image 1464597275

SUNRISE: ein ballongetragenes Sonnenobservatorium

SUNRISE ist ein ballongetragenes Sonnenobservatorium, das die grundlegenden physikalischen Prozesse des Magnetfeldes und der konvektiven Plasmaströmungen in der unteren Sonnenatmosphäre untersucht. Diese Prozesse sind entscheidend für unser Verständnis der magnetischen Aktivität der Sonne. Sie regeln auch den Energietransport vom Inneren der Sonne zu ihren äußeren Schichten, wo die Energie in Eruptionen und koronalen Massenauswürfen an den Weltraum abgegeben wird, was wiederum Auswirkungen auf die Erde hat. 

SUNRISE wurde für den Betrieb in der Stratosphäre ausgelegt, in einer Höhe von etwa 37 km. Damit entkommt das Observatorium dem störenden Einfluss der erdnahen Atmosphäre und kann gleichzeitig das Sonnenlicht auch im ultravioletten Bereich bis zu 200 nm Wellenlänge untersuchen. SUNRISE startet zur Zeit der Sonnenwende vom nördlichen Polarkreis und kann die Sonne so mehrere Tage lang ohne Unterbrechung beobachten. Dieses Konzept vereint die Vorteile einer Weltraummission – ungestörte Beobachtungen oberhalb der Atmosphäre – mit den Vorteilen der erdgebundenen Teleskope. Zusätzlich kann das Instrument nach seinem Flug geborgen und wieder instand gesetzt oder verbessert werden und danach erneut fliegen.

Das SUNRISE-Observatorium in Flugkonfiguration.  In der Mitte der Gondel ist der vordere achteckige Ring des Teleskops mit den Radiatoren zur Kühlung der Feldblende im Primärfokus zu sehen.  Oberhalb des Teleskops ist die Instrument-Plattform mit den wissenschaftlichen Instrumenten sichtbar.  Ein Reaktionsrad unter der oberen Brücke der Gondelstruktur wird zur Azimut-Ausrichtung des Telskops verwendet.  Im unteren Teil der Gondel werden die Kommunikationssysteme zusammen mit ihrem Energiesystem untergebracht. Die Hauptenergie für das Observatorium wird von den großen Solarzellen-Arrays auf beiden Seiten des Teleskops erzeugt. Bild vergrößern
Das SUNRISE-Observatorium in Flugkonfiguration.  In der Mitte der Gondel ist der vordere achteckige Ring des Teleskops mit den Radiatoren zur Kühlung der Feldblende im Primärfokus zu sehen.  Oberhalb des Teleskops ist die Instrument-Plattform mit den wissenschaftlichen Instrumenten sichtbar.  Ein Reaktionsrad unter der oberen Brücke der Gondelstruktur wird zur Azimut-Ausrichtung des Telskops verwendet.  Im unteren Teil der Gondel werden die Kommunikationssysteme zusammen mit ihrem Energiesystem untergebracht. Die Hauptenergie für das Observatorium wird von den großen Solarzellen-Arrays auf beiden Seiten des Teleskops erzeugt. [weniger]

SUNRISE ist bereits zwei Mal erfolgreich geflogen, im Juni 2009 und Juni 2013. Beide Flüge starteten von ESRANGE bei Kiruna in Nordschweden und dauerten mehrere Tage. Dabei konnte SUNRISE die Sonne sowohl im ruhigen (2009) als auch im aktiven Zustand (2013) untersuchen.

Die Flugroute des zweiten SUNRISE-Fluges im Juni 2013 Bild vergrößern

Die Flugroute des zweiten SUNRISE-Fluges im Juni 2013

 
loading content
Zur Redakteursansicht