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Asteroidenmission Dawn: Endspurt beginnt

Die letzten Monate der Mission am Zwergplaneten Ceres sollen Aufnahmen aus weniger als 50 Kilometern Höhe liefern.

1. Juni 2018

Die NASA-Raumsonde Dawn ist auf dem Weg zum letzten Teil ihres Abenteuers am Zwergplaneten Ceres. Anfang Juni erreicht sie ihre neue und letzte Umlaufbahn. Die stark elliptische Flugbahn führt sie dann stellenweise auf weniger als 50 Kilometer an die Oberfläche des Zwergplaneten heran und ermöglicht Aufnahmen in bisher unerreichter Auflösung. Bereits jetzt sendet das Kamerasystem, das unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung (MPS) in Göttingen entwickelt und gebaut wurde, neue Bilder der faszinierenden, wasserreichen Welt.

„Diese letzte Missionsphase wird besonders spannend“, so Dr. Andreas Nathues vom MPS, Leiter des Kamerateams. Ceres befindet sich derzeit auf einem besonders sonnennahen Abschnitt ihres leicht elliptischen, mehr als viereinhalb Jahren währenden Orbits um unser Zentralgestirn. Die Aufnahmen, die für die nächsten Wochen geplant sind, werden nun Strukturen von etwa vier Metern Größe sichtbar machen.

Dieses Farbmosaik zeigt einen Teil des Dantu Kraters. Es sich aus drei Einzelbildern zusammen. Die Bilder wurden am 24. Mai 2018 aus einer Entfernung von etwa 500 Kilometern aufgenommen. Die Auflösung beträgt etwa 50 Meter pro Pixel. <br /><br /> Bild vergrößern
Dieses Farbmosaik zeigt einen Teil des Dantu Kraters. Es sich aus drei Einzelbildern zusammen. Die Bilder wurden am 24. Mai 2018 aus einer Entfernung von etwa 500 Kilometern aufgenommen. Die Auflösung beträgt etwa 50 Meter pro Pixel.

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Bereits in den vergangenen Wochen haben die beiden Kameras von Dawn Bilder aus der Übergangsumlaufbahn aufgenommen. Dabei sind unter anderem Farbaufnahmen des Dantu Kraters entstanden, die helle Salzablagerungen auf dem Kraterboden und ein feines Geflecht aus Rissen zeigen. Die Forscher vermuten, dass an diesen Stellen in der Vergangenheit Material aus der Tiefe aufgestiegen ist und den Kraterboden angehoben hat, bis er aufriss. Die Aufnahmen haben eine Auflösung von etwa 50 Metern pro Pixel und sind damit die bisher detailliertesten Farbbilder dieser Region.

Wie lange Dawn noch Aufnahmen zurück zur Erde senden kann, ist unklar. In einigen Monaten dürfte der Mission, die ursprünglich bis Herbst 2017 geplant war, der Lageregelungstreibstoff ausgehen. Dawn verbleibt dann auf einer stabilen Umlaufbahn um den Zwergplaneten.

Im März 2015 hatte Dawn ihr zweites Ziel im Asteroidengürtel, den Zwergplaneten Ceres, erreicht und umkreist ihn seitdem. Von 2011 bis 2012 hatte die Raumsonde den Asteroiden Vesta erforscht.

Die Dawn Mission wird vom Jet Propulsion Laboratory (JPL) der amerikanischen Weltraumbehörde NASA geleitet. JPL ist eine Abteilung des California Institute of Technology in Pasadena. Die University of California in Los Angeles ist für den wissenschaftlichen Teil der Mission verantwortlich. Das Kamerasystem an Bord der Raumsonde wurde unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung in Göttingen in Zusammenarbeit mit dem Institut für Planetenforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Berlin und dem Institut für Datentechnik und Kommunikationsnetze in Braunschweig entwickelt und gebaut. Das Kamera-Projekt wird finanziell von der Max-Planck-Gesellschaft, dem DLR und NASA/JPL unterstützt.

 
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