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Vesta nimmt Gestalt an

Die Raumsonde Dawn nähert sich ihrem Ziel. Jüngste Aufnahmen zeigen einen dunklen Fleck in der Äquatorialregion des Asteroiden.

13. Juni 2011

Dem Kamerasystem an Bord der NASA-Raumsonde Dawn, die sich derzeit im Anflug auf den Asteroiden Vesta befindet, gelingen zunehmend detailliertere Aufnahmen des Himmelskörpers. Die jüngsten Bilder, die am 1. Juni entstanden sind und die Forscher des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung (MPS) jetzt ausgewertet haben, lassen bereits schemenhaft den bekannten, gewaltigen Krater auf Vestas Südseite erkennen. Zudem ist auf den Bildern ein dunkler Fleck in der Äquatorialregion zu sehen.

Aud diesen Bildern des Asteroiden Vesta, die am 1. Juni aufgenommen wurden, ist in der Äquatorregion ein dunkler Fleck zu sehen. Im Laufe des Beobachtungszeitraums dreht sich der Asteroid, so dass der Fleck in dieser Bilderabfolge von links nach rechts wandert. Bild vergrößern
Aud diesen Bildern des Asteroiden Vesta, die am 1. Juni aufgenommen wurden, ist in der Äquatorregion ein dunkler Fleck zu sehen. Im Laufe des Beobachtungszeitraums dreht sich der Asteroid, so dass der Fleck in dieser Bilderabfolge von links nach rechts wandert. [weniger]

“In unseren Aufnahmen wird Vesta nun immer schärfer", sagt Dr. Andreas Nathues vom MPS, wissenschaftlicher Leiter des Kamerateams. In dieser frühen Anflugphase dienen die Bilder in erster Linie der Navigation.

Die Aufnahmen, die am 1. Juni entstanden sind und am MPS sorgfältig verarbeitet wurden, zeigen nun erstmals einen dunklen Fleck mit einem Durchmesser von etwa 100 Kilometern in der Nähe des Äquators. “Was dieser Fleck genau ist, werden wir erst in einigen Wochen wissen, wenn wir dem Asteroiden deutlich näher gekommen sind“, erklären Dr. Vishnu Reddy und Dr. Lucille Le Corre vom MPS, die die Aufnahmen ausgewertet haben. Ältere Aufnahmen des Weltraumteleskops Hubble hatten eine ähnliche Struktur erkennen lassen.

“In den jüngsten Bildern der Dawn Framing Camera entspricht ein Pixel 45 Kilometern auf Vestas Oberfläche”, erklärt Dr. Holger Sierks, der als Co-Investigator an der Dawn-Mission beteiligt ist. Die Auflösung reicht somit langsam an die der besten Hubble-Aufnahmen heran. "In den nächsten Wochen werden wir Vesta genauer zu Gesicht bekommen als je zuvor”, so Sierks.  Am 16. Juli dieses Jahres wird die Raumsonde in eine Umlaufbahn um den Asteroiden einschwenken und diesen etwa ein Jahr lang begleiten. Vesta kreist jenseits der Umlaufbahn des Mars im so genannten Asteroidengürtel um die Sonne.

Die Mission DAWN wird vom Jet Propulsion Laboratory (JPL) der amerikanischen Weltraumbehörde NASA geleitet. JPL ist eine Abteilung des California Institute of Technology in Pasadena. Die University of California in Los Angeles ist für den wissenschaftlichen Teil der Mission verantwortlich. Das Kamerasystem an Bord der Raumsonde wurde unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung in Katlenburg-Lindau in Zusammenarbeit mit dem Institut für Planetenforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Berlin und dem Institut für Datentechnik und Kommunikationsnetze in Braunschweig entwickelt und gebaut. Es besteht aus zwei identischen Kameras. Das Kamera-Projekt wird finanziell von der Max-Planck-Gesellschaft, dem DLR und NASA/JPL unterstützt.

 
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