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Philae im Landeanflug

Das Landegestell der Landeeinheit von Rosetta hat sich planmäßig entfaltet. Das zeigt ein Bild des Kamerasystems OSIRIS.

12. November 2014

Die ersten Schritte auf Philaes siebenstündigem Weg zur Oberfläche des Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko sind erfolgreich absolviert. Das zeigt eindrucksvoll ein Bild, welches OSIRIS, das wissenschaftliche Kamerasystem an Bord der ESA-Raumsonde Rosetta, heute um 11.24 Uhr aufgenommen hat. Zu sehen ist Rosettas Landeeinheit Philae etwa zwei Stunden nach dem Ablösevorgang. Zu diesem Zeitpunkt betrug der Abstand zwischen Rosetta und Philae 2,5 Kilometer. Deutlich erkennbar ist, dass sich das dreibeinige Landegestell von Philae erfolgreich entfaltet hat.  

Die Landeeinheit Philae zwei Stunden nach dem Abl&ouml;sen von Rosetta. Das Bild wurde von OSIRIS, dem wissenschaftlichen Kamerasystem von Rosetta, um 11.25 Uhr aus einer Entfernung von etwa 2,5 Kilometern aufgenommen. Die Aufl&ouml;sung betr&auml;gt 5 Zentimeter pro Pixel. Deutlich zu erkennen ist das ausgeklappte Landegestell von Philae. <br /><br /> Bild vergrößern
Die Landeeinheit Philae zwei Stunden nach dem Ablösen von Rosetta. Das Bild wurde von OSIRIS, dem wissenschaftlichen Kamerasystem von Rosetta, um 11.25 Uhr aus einer Entfernung von etwa 2,5 Kilometern aufgenommen. Die Auflösung beträgt 5 Zentimeter pro Pixel. Deutlich zu erkennen ist das ausgeklappte Landegestell von Philae.

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„Philae ist offenbar auf einem guten Weg“, sagt der wissenschaftliche Leiter der Landemission, Hermann Böhnhardt vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS), der die Landung am Lander Control Center beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Köln verfolgt, beim Anblick des Bildes. Den Daten, welche Philae in den vergangenen Stunden übermittelt hat, hatten er und seine Kollegen bereits entnommen, dass das Ablösen der Landeeinheit von Rosetta um 9:35 Uhr planmäßig verlaufen war. „Das aktuelle Bild beweist, dass auch das Ausklappen des Landegestellt funktioniert hat. Dies ist eine entscheidende Voraussetzung für eine erfolgreiche Landung“, so Böhnhardt. Das Landegestell war während des mehr als zehnjährigen Flugs zum Kometen eingeklappt und wurde erst nach dem Ablösen von der Rosetta-Sonde entfaltet. Es soll beim Aufsetzen auf der Oberfläche unter anderem den Aufprall abfedern und Philae sicher im Boden verankern.

„Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, diese historische Landung nun durch die Augen unserer Kamera zu verfolgen“, sagt Holger Sierks vom MPS, Leiter des OSIRIS-Teams, der mit seinem Team die Kamerabilder heute im Kontrollzentrum der ESA in Darmstadt auswertet. „Seit dem Start von Rosetta vor mehr als zehn Jahren haben wir kein Bild der Landeeinheit mehr gesehen. Nun schwebt sie losgelöst frei im Weltall auf dem Weg zur Kometenoberfläche“, fügt er hinzu.

Rosetta ist eine Mission der Europäischen Weltraumagentur ESA mit Beiträgen der Mitgliedsstaaten und der amerikanischen Weltraumagentur NASA. Rosettas Landeeinheit Philae wurde von einem Konsortium unter Leitung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung (MPS) und der französischen und italienischen Weltraumagentur (CNES und ASI) zur Verfügung gestellt. Rosetta wird die erste Mission in der Geschichte sein, die einen Kometen anfliegt, ihn auf seinem Weg um die Sonne begleitet und eine Landeeinheit auf seiner Oberfläche absetzt.

Das wissenschaftliche Kamerasystem OSIRIS wurde von einem Konsortium unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung in Zusammenarbeit mit CISAS, Universität Padova (Italien), Laboratoire d'Astrophysique de Marseille (Frankreich), Instituto de Astrofísica de Andalucia, CSIC (Spanien), Scientific Support Office der ESA (Niederlande), Instituto Nacional de Técnica Aeroespacial (Spanien), Universidad Politéchnica de Madrid (Spanien), Department of Physics and Astronomy of Uppsala University (Schweden) und dem Institut für Datentechnik und Kommunikationsnetze der TU Braunschweig gebaut. OSIRIS wurde finanziell unterstützt von den Weltraumagenturen Deutschlands (DLR), Frankreichs (CNES), Italiens (ASI), Spaniens (MEC) und Schwedens (SNSB).
 

 
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